28. Oktober 2020

CS Weihnachtsschau-Kekse online bestellen & Gutes tun

Köstliche Bäckerei, liebevoll verzierte Lebkuchen und unsere deftigen Käsestangerl – das alles und noch einiges mehr konnten Sie heuer bequem online bestellen und zwischen 26. und 28. November bei der CS Schwesterngemeinschaft abholen. Coronabedingt fand die traditionelle CS Weihnachtsschau nicht statt.

 

Worte zum Advent von Weihbischof DDr. Helmut Krätzl

Ein neuer Blick auf die Krippe in Zeiten der Corona Pandemie – CS Weihnachten 2020 - Zum Weiterlesen hier klicken ...

Zu Weihnachten werden in den meisten Familien wieder Krippen aufgestellt. Der Blick auf die Krippe ist sehr gewohnt und oft sehr kindlich und sehr emotional. Heuer, in der Zeit der Corona Krise fallen mir zwei Schriftstellen ein, die die neue Sicht der Krippe deutlich machen. Einmal: „In der Herberge war kein Platz mehr.“ und zweites „Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“

Zum Ersten: Im Weihnachtsevangelium heisst es: Maria wickelte das Kind in Windeln und legte es in eine Krippe, da in der Herberge kein Platz war. Hier möchte ich innehalten: Weil in der Herberge kein Platz war. Das ist ganz aktuell. Ich würde vorschlagen, legen Sie neben Ihre Krippe einen Zeitungsbericht über die Flüchtlingssituation in Lesbos und auf der anderen Seite ein Bild vom brennenden Moria. Beide zeigen viele Menschen, die keine Herberge haben. Gleichzeitig halte ich inne und denke an die schier endlosen Flüchtlingsströme in vielen Ländern. Viele versuchen auf dem Landweg in ein Land zu kommen, das sie aufnimmt. Andere versuchen es über das Meer. Dabei sind über 20.000 ertrunken. Weil in der Herberge kein Platz war. Weder in einem fremden Land, noch in einem bergenden Hafen. Zu diesen Gedanken passt besonders die neue Enzyklika des Papstes „Fratelli tutti“ über die Geschwisterlichkeit in der Welt. In der Frage der Migration meint der Papst, „dass jedes Land auch ein Land des Ausländers ist, denn die Güter eines Territoriums dürfen einer bedürftigen Person, die von einem anderen Ort kommt, nicht vorenthalten werden.“ Dabei hat er die utopische Vision von einer Welt als eines Planeten „der allen Menschen Land, Heimat und Arbeit bietet“. Ich würde mir wünschen, dass viele Verantwortliche in der Gesellschaft, vor allem die Politiker einen solchen Blick auf die Krippe heuer werfen und daraus lernen.

Aber ich denke auch an eine andere der Herbergslosigkeit – nämlich an eine soziale und persönliche. Die Vorsichtsmaßnahmen haben eine äußere Distanz vorgeschrieben. Eine Folge ist auch ein sehr persönlicher Verlust der Herberge, nämlich wachsende Einsamkeit von Menschen, die alt sind, die pflegebedürftig sind, die krank sind oder den Arbeitsplatz verloren haben. In dem Sinn sind alle auch ohne soziale Herberge und  suchen wieder Gemeinschaft mit anderen, eine Arbeitsstätte mit anderen und ein Dach über den Kopf.

Noch ein zweites Wort aus der Weihnachtsgeschichte regt mich zum Nachdenken an. Am Christtag lesen wir den Beginn des Johannesevangeliums. Dort heißt es: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“ Das sind übrigens dieselben Worte, die wir beim dritten „Gegrüßet seist du Maria“ im „Engel des Herrn“ immer beten. Unser Blick bleibt meistens bei dem Kind stehen, das uns in seiner Hilflosigkeit berührt, wenn wir auf die Krippe schauen. Aber dieses Kind wächst heran und wird 33 Jahre mitten unter uns leben und lebt auch heute noch mitten unter uns. In meiner Pfarre in Laa a. d. Thaya hing über dem Krippenaltar ein großes Kreuz. Viele Leute störte das, weil es zur Idylle der Krippe gar nicht passte. Und dennoch zeigt gerade das, wovon die Krippe und die Geburt Jesu im Stall ein Anfang ist. Als Jesus einmal über das Weltende redete, sprach er davon, wonach wir einmal beurteilt oder auch verurteilt werden. Er redete nicht von einem Glaubensbekenntnis oder dem Engagement in der Kirche, sondern von den Werken der Nächstenliebe. Er sagte: „Ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben, ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen. Ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben, ich war krank und ihr habt mich besucht.“ Da fragen ihn die Jünger: „Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und zu essen gegeben, durstig und zu trinken gegeben?“. Darauf antwortete der Herr ihnen: „Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ Und so stehen für mich auf einmal in der Krippe neben dem lächelnden Kind die tausenden Hungrigen, Obdachlosen, Bedürftigen mit denen sich Jesus identifiziert. „Denn das Wort ist Fleisch geworden und wohnt heute noch mitten unter uns.“

Ein neuer Blick auf die Krippe. Der Blick auf das Kind soll sich weiten und deutlich machen, was es heißt: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat mitten unter uns gewohnt.“

Achten wir darauf, wer aller Herberge sucht und was wir tun können und denken wir daran, dass die Liebe zu Jesus ich darin äußert, wie wir IHN nicht nur in der Eucharistie, sondern auch in den Notleidenden erkennen.

Ein solcher Blick auf die Krippe könnte so vieles in der Gesellschaft, aber vielleicht auch im persönlichen Leben ändern. Dazu erbitten wir den Segen Gottes gerade an diesem heurigen Weihnachtsfest.

 

 

 

Die wahrscheinlich zartesten Vanillekipferl Wiens
Wir nehmen unseren Auftrag „menschen. leben. stärken.“ ernst und schützen Sie und auch uns selbst. Aufgrund der massiv steigenden Infektionszahlen konnte die CS Weihnachtsschau heuer nicht wie gewohnt stattfinden. Auf die beliebten Klassiker aus unserer Backstube mussten Sie trotzdem nicht verzichten. Uns Sie konnten einfach online, telefonisch oder per Bestellschein bestellen.

Anni Gartner und Sr. Elisabeth Strobl CS in der Backstube der CS Pramergasse

Anni Gartner und Sr. Elisabeth Strobl CS in der Backstube der CS Pramergasse

 

Abholung der Weihnachtsbäckereien

26. bis 28. November 2020, täglich von 9 bis 18 Uhr
Caritas Socialis Pramergasse 9, 1090 Wien

Bei der Abholung gibt es vor Ort noch Marmeladen, Adventkränze und diverse Schmankerl.
Wir bitten bereits bei Bestellung den geplanten Abholzeitpunkt
(Datum und Vor- bzw. Nachmittag) und die Telefonnummer anzugeben!

Begleitung und Hilfe – CS Haus für Mutter und Kind und die CS Beratungsdienste
Die CS Beratungsdienste und das CS Haus für Mutter und Kind sind zwei Einrichtungen der CS Caritas Socialis, die Alleinstehenden oder Familien, die in Not geraten sind, mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Schutz haben, wenn es keinen mehr gibt
Das CS Haus für Mutter und Kind bietet Übergangswohnmöglichkeiten für alleinstehende Mütter mit bis zu drei Kindern. Die Mutter bewohnt mit ihren Kindern eine abgeschlossene Wohneinheit. Ein multiprofessionelles Team entwickelt mit den Frauen Zukunftsperspektiven. Ziel des Aufenthaltes ist es, wieder ein eigenständiges Leben zu führen. Während des Aufenthaltes in unserem Haus sind die Frauen bemüht, Bedingungen zu schaffen, um bald eine eigene Wohnung zu bekommen.

Ein Gespräch kann helfen …
Die CS Beratungsdienste beraten und begleiten Frauen und Familien in verschiedenen Lebenslagen. Das Angebot reicht von Sozial- und Lebensberatung, über Hilfe bei der Bewältigung von Problemen am Arbeitsplatz, bei Konflikten im familiären/sozialen Umfeld bis hin zu materiellen Überbrückungshilfen (z.B. Bekleidung).

Für die Beratung und Begleitung in den CS Beratungsdiensten, für die Zeit in der die Familien im CS Haus für Mutter und Kind wohnt und auch im Zuge der Übersiedlung in ihre eigene Wohnung, sind wir auf Spenden angewiesen.

PSK Spendenkonto:
IBAN: AT53 6000 0000 0193 5026
BIC: BAWAATWW

Die CS Caritas Socialis teilt den ersten Teil ihres Namens mit der Caritas der Erzdiözese, ist aber eine völlig eigenständige Organisation. Die CS, von Hildegard Burjan 1919 gegründet, betreibt heute das CS Haus für Mutter und Kind und die CS Beratungsdienste sowie die drei Zentren in Wien für hochbetagte, chronisch kranke Menschen. Besonders bekannt ist das CS Hospiz Rennweg für unheilbar kranke Menschen.

 
Kontakt
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Ungargasse 64-66, Stiege 4 / TOP 302, 1030 Wien
Sabina Dirnberger
Mag. MBA Sabina Dirnberger-Meixner

Leitung Öffentlichkeitsarbeit

CS Ungargasse
Ungargasse 64-66, Stiege 4 / TOP 302, 1030 Wien
01/71753-3131 • 0664 5486424
sabina.dirnberger@cs.at

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