
In der Leitung der Einrichtungen der Caritas Socialis und als Geschäftsführer des Dachverbands der Wiener Pflege- und Sozialdienste brachte sich Eduard Spörk weit über die Caritas Socialis hinaus in die soziale Landschaft Wiens ein. In seiner langjährigen Zusammenarbeit mit der Stadt Wien orientierte er sich am Leitsatz Hildegard Burjans „staatliche und private Initiativen müssen einander ergänzen und zusammenwirken“. Gezeigt hat sich, dass dabei sowohl die öffentliche Hand als auch die Menschen, die Hilfe brauchen, profitieren. Die Gründung der CS Pflege- und Sozialzentren als richtungsweisendes Projekt für ganz Wien und des CS Hospiz Rennweg als Einrichtung mit Modellcharakter wurden unter der Leitung von Eduard Spörk verwirklicht.
Eduard Spörk war als Geschäftsführer ab 1987 für die Werke der CS Schwesterngemeinschaft tätig. Gemeinsam mit Sr Blandina Wenighofer CS entwickelte er das Konzept der CS Pflege- und Sozialzentren und übernahm 1992 bis 2003 die Geschäftsführung der CS Caritas Socialis GmbH. 2003 wechselten Eduard Spörk und Sr Blandina Wenighofer CS in den Stiftungsvorstand, wo er bis 2009 Stiftungsvorstandsvorsitzender war. Als Stratege, Visionär und Pionier für Lebensqualität hat er wesentlich dazu beigetragen, dass Hospiz- und Palliativarbeit in Österreich ein klares, wertebasiertes Fundament erhielten. Sein Denken und Handeln waren stets von einem tiefen Respekt vor der Würde des Menschen geprägt – unabhängig von Alter, Krankheit oder sozialem Status.
Eduard Spörk stand in der geistigen Tradition von Hildegard Burjan, der Gründerin der Caritas Socialis. Wie sie sah er im Zusammenwirken von Menschlichkeit, sozialem Engagement und professioneller Kompetenz die Grundlage einer solidarischen Gesellschaft.
Eduard Spörk/Andreas Heller: Die Hospizidee hat viele Mütter und Väter Die Geschichte der Hospizbewegung in Österreich und die Hospizarbeit der Caritas Socialis, Tyrolia 2012
Eduard Spörk/Britta Lauber: Franzosenkind: Meine Suche nach dem unbekannten Vater,Tyrolia 2015