3.4.2024

CS Kunstraum präsentiert: "Ich habe es vergessen"

Timea Szent-Iványi (19) präsentiert im CS Kunstraum ihre jüngsten Werke über Demenz und die Facetten dieser Erkrankung. Die Autodidaktin verbindet Fotografie und Text und verwebt beide zu eindringlich und einzigartigen Bildkompositionen. Die Ausstellung ist von 4.4. bis 3.5. im CS Kunstraum, CS Rennweg, Oberzellergasse 1, 1030 Wien zu sehen.

Timea Szent-Iványi –
die Künstlerin

 

Timea Szent-Iványi, 2005 in Wien geboren und aufgewachsen, absolvierte 2023 das Gymnasium BG 9 Wasagasse. Seit 2020 experimentiert die Künstlerin mit Text und Sprache. Hinzu kam im Lauf der Jahre Ihre Leidenschaft für Bildkomposition vor und insbesondere hinter der Kamera. 2022 gründete sie mit einer Wiener Künstlerin das Künstlerkollektiv Wiener Serotonin (insta:@wiener.serotonin). Im selben Jahr eröffnete sie ihre erste Ausstellung. Im Winter 2023 fand die zweite Vernissage in 1040 statt. Die Ausstellung „Ich habe es vergessen“ im CS Kunstraum ist die dritte Ausstellung der Künstlerin.

 

Ich habe es vergessen – Kunst und Demenz

Timea Szent-Iványi setzte sich intensiv mit dem Thema Demenz auseinander und absolvierte ein fünfmonatiges ehrenamtliches Praktikum in der CS Rennweg. Begleitet von Helene Lux, einer CS Demenzwegbegleiterin (= eine fachlich ausgebildete Ehrenamtliche) die den roten Faden durch dieses Praktikum bildete als Anlaufstelle und auch als Gesprächspartnerin. Die Demenzexperten der CS, standen als Reflexionspartner:innen und Inputgeber:innen zur Verfügung.

 

„Ich habe es vergessen“ ist die künstlerische Auseinandersetzung des Erlebten, verwoben in Wort und Bild. Der Titel der Ausstellung ist entstanden, um vorzuführen wie festgesetzt die Phrase „Ich habe es vergessen“ in unserem Sprachgebrauch ist und wie oft wir diese eigentlich verwenden. Was ist aber wenn wir „wirklich vergessen“?
Die Bild-Text-Kollagen brennen sich ins Auge ein oder verschwimmen beispielsweise in grellem Weiß. Unverkennbar, eindrücklich, beeindruckend.

„Es gibt nicht DIE Demenz, wie im Lehrbuch. Bei jedem ist sie anders, bei jedem wirkt sie anders“, so Timea Szent-Iványi. „Oft scheint der Eindruck, dass Demenzerkrankte „eh alles vergessen“ aber das kann man so nicht unterstreichen, denn wenn einem die Erinnerungen und das Wissen langsam entweichen bleibt oft am Ende die Emotion am stärksten. Das heißt an einen liebevollen Umgang und an ein Gefühl von Geborgenheit erinnert man sich dann eher als an einen konkreten Namen.“    

In der Auseinandersetzung mit dem Erlebten, z.B. Wie muss es jemandem ergehen, der merkt, er verliert sein Gedächtnis?, erarbeitet die Künstlerin unterschiedliche Kontexte und nutzt Metaphern zur Beschreibung und Komposition des Erlebten, Erdachten, Konstruierten. Wie zum Beispiel das Einladungsbild, in dem Ketten um den Kopf gespannt sind, um das Gedächtnis nicht entweichen zu lassen. Sie wählt ein junges Gesicht, um zu zeigen, dass wir dieses Gefühl des Vergessens – wenn auch manchmal nur kurzfristig – alle kennen und provoziert mit ihrem künstlerischen Zugang zur Auseinandersetzung.

Wie sieht ein junger Erwachsener die Welt von Menschen mit Demenz?

„Mit dieser Ausstellung zum Thema Demenz der jungen Künstlerin Timea Szent-Iványi wollen wir besonders ein junges Publikum ansprechen, sich mit dem Thema Demenz auseinanderzusetzen“, so Sabina Dirnberger-Meixner, Bereichsleitung Kommunikation CS Caritas Socialis. „Wir hoffen sehr, dass diese Ausstellung auf Wanderschaft gehen kann und an verschiedenen Orten, Menschen zur Auseinandersetzung mit dem Thema Demenz anregt“, so Dirnberger weiter.

 

"Ich habe es vergessen"
4.4. - 3.5.2024; täglich 8 bis 17.00 Uhr
CS Rennweg
Oberzellergasse 1, 1030 Wien

 

Booklet zum Download

 

CS Caritas Socialis – Lebensqualität vom Beginn bis zum Ende des Lebens

Die CS Caritas Socialis wurde 1919 von Hildegard Burjan als geistliche Schwesterngemeinschaft mit dem Auftrag gegründet, soziale Not zu lindern. Heute setzt die CS Caritas Socialis drei Schwerpunkte: Betreuung und Pflege (Demenz), Hospizkultur (CS Hospiz Wien) und die Unterstützung und Begleitung von Familien und Kindern. Basis dafür sind das mäeutische Führungsverständnis und das CS Leitbild.

Ein Teil der Einrichtungen ist durch den Fonds Soziales Wien (FSW) gefördert. Die CS Caritas Socialis Privatstiftung verfolgt ausschließlich den gemeinnützigen Zweck der Sicherung des Fortbestandes der Einrichtungen der CS Caritas Socialis GmbH und unterstützt und fördert Einrichtungen und Projekte über die Förderungen des Fonds Soziales Wien und der Stadt Wien hinaus.

Wir danken unseren Spender*innen und Unterstützer*innen: Schelhammer Capital Bank AG, Kunst hilft, Novartis Pharma GmbH, EHL Immobilien GmbH, Casinos Austria AG, Österreichische Lotterien, RSC Raiffeisen Service Center GmbH, Schütz Marketing Services, KTHE Kobza and The Hungry Eyes GmbH, Shell Austria GmbH, SV (Österreich) GmbH, Wiener Philharmoniker, S IMMO AG

Spendenkonto: IBAN: AT27 2011 1800 8098 0900

 
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Ungargasse 64-66, Stiege 4 / TOP 302, 1030 Wien
Sabina Dirnberger
Mag. MBA Sabina Dirnberger-Meixner

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