Zu Allerheiligen erscheint ein Leitfaden des CS Hospiz Wien für alle, die einem trauernden Menschen beistehen wollen und nicht wissen, wie. „Melde dich, wenn du etwas brauchst.“ „Die Zeit heilt alle Wunden.“ „Zumindest muss er nicht mehr leiden.“ Solche Sätze sind gut gemeint. Für Trauernde sind sie oft schwer zu ertragen.
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„Viele Menschen fühlen sich im Umgang mit Trauernden hilflos. Aus Angst, etwas falsch zu machen, ziehen sie sich zurück, gerade dann, wenn sie am meisten gebraucht würden“ so Silvia Langthaler, Psychotherapeutin im Roten Anker / CS Hospiz Wien. |
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Aus eigener Erfahrung entstanden Hinter dem Ratgeber steht eine besondere Geschichte. Silvia Langthaler lernte Sheila Camilla Carney als Trauernde kennen. Deren Sohn war völlig unerwartet gestorben. Gemeinsam gingen die beiden Frauen einen langen Trauerweg mit vielen Höhen und Tiefen. Später absolvierte Sheila Camilla Carney selbst die Ausbildung zur Trauerbegleiterin. Ein Thema begleitete beide immer wieder: Viele Trauernde erleben ihr Umfeld als überfordert. |
„Ein stützendes Umfeld ist für Trauernde enorm wichtig und eines der wertvollsten Geschenke, die man auf dem eigenen Trauerweg bekommen kann“
so Sheila Camilla Carney.
Aus dieser Erfahrung und aus dem, was sich Sheila als Trauernde gewünscht hätte, ist der Leitfaden entstanden.
Konkret, ehrlich, alltagstauglich
Der Ratgeber räumt mit Mythen auf, etwa dem starren „Trauerjahr“ oder der Vorstellung, Trauernde müssten „loslassen“. Er zeigt Trauer als vielschichtig, individuell und als Ausdruck von Liebe. Vor allem bietet er viele praktische Ideen:
Ein Quiz lädt dazu ein, das eigene Verhalten zu überprüfen. Die Kernbotschaft lautet: „Da sein bedeutet nicht, Trost zu spenden, denn den gibt es oft nicht. Da sein heißt, das Trostlose mitauszuhalten.“
„Da sein & da bleiben – Ein Ratgeber für die Begleitung von Trauernden“ ist gegen eine Spende erhältlich und wird per Post zugeschickt.
Bestellung: kommunikation@cs.at
Spenden: www.cs.at/spenden
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Begleitung in der Trauer im CS Hospiz Wien Das CS Hospiz Wien begleitet schwerkranke und sterbende Menschen sowie ihre An- und Zugehörigen zu Hause und in den Pflegezentren. In Trauergruppen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene begleiten unsere Psychotherapeutinnen den Trauerprozess. Im Trauercafé und beim Sonntagsfrühstück wird der Trauer gemeinsam mit anderen Menschen in Trauerzeiten Raum gegeben. Beim Gedenkgottesdienst zu Allerseelen und beim begleiteten Trauerspaziergang nach Ostern gedenken wir gemeinsam unseren Verstorbenen und gehen in die Natur, um einander zu begegnen und zu stärken. Hier finden Sie einen Überblick über unsere Angebote zur Begleitung in der Trauer. |
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