Vlnr: Constanze Ertl, Maria Rauch-Kallat, Barbara Köppel, Anton Prlic, Edith Meinhart, Christina Hallwirth-Spörk, Christian Haberhauer

Herausragende journalistische Arbeiten zum Themenbereich ME/CFS ausgezeichnet
71 Einreicher:innen mit 95 journalistischen Arbeiten sind die beeindruckenden Zahlen für den Wettbewerb der besten Berichterstattung in den letzten zwei Jahren. Der von der CS in der Höhe von 5000 Euro gestiftete Preis ist nach dem Gesundheits- und Sozialpionier und dem ersten Geschäftsführer der Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis benannt. Er wurde im Rahmen des 1. ME/CFS Fachkongresses „Wissen.Haltung.Tun“ im Schloss Schönbrunn am 13.10.2026 vergeben.
Maria Rauch-Kallat, BM a.D. Wegbegleiterin Eduard Spörks, würdigt sein Wirken
Bundesministerin A.D. Maria Rauch-Kallat gab in ihrer Laudatio einen kurzen Rückblick auf das Wirken des Sozialpioniers und ihr ganz persönliches Zusammenarbeiten mit ihm und Sr. Hildegard Teuschl.
„ Er hat die Gesundheits- und Soziallandschaft mitgeprägt in Österreich und besonders mit den CS Schwestern neue Wege beschritten .“
so Maria Rauch-Kallat.
Die beiden Jury Mitglieder Constanze Ertl, ORF-Redakteurin und Robert Hochner-Preisträgerin 2026, und Christian Haberhauer, APA News-Redakteur, führten souverän durch die Preisverleihung. Gemeinsam mit Christina Hallwirth-Spörk, Jurymitglied und Tochter Eduard Spörks, überreichten sie gemeinsam die Auszeichnungen.
Anton Prlic „Long Covid: Betroffene kämpfen um Absicherung“ Salzburger Nachrichten – Gewinner Kategorie Tageszeitung
Der Beitrag rückt die soziale Dimension der Erkrankung in den Mittelpunkt: den Kampf um eine gesicherte Existenz. Er lenkt die Aufmerksamkeit darauf, dass Betroffene neben den gesundheitlichen Belastungen auch um Unterstützung kämpfen müssen. Die Auszeichnung würdigt auch, dass Prlic dieses Thema immer wieder medial sichtbar macht und damit gesellschaftliche Verantwortung einfordert.
Barbara Köppel „Weil wir leben wollen“, FM4 - Gewinnerin Kategorie Online:
Ausgehend vom assistierten Suizid eines jungen ME/CFS-Erkrankten fragt Barbara Köppel nach den Menschen, die mit dieser Krankheit leben – nach ihren Ängsten, ihren Wünschen und ihrem Recht auf Unterstützung. Sie verbindet persönliche Erfahrungen mit medizinischer Expertise und zeigt, wie Versorgungslücken und fehlende soziale Absicherung die Not der Erkrankten verschärfen.
Jonas Ganslmeier „Chronisch krank: Wenn das Leben durch ME/CFS verschwindet“ (ZDF, 14.01.2026) - Gewinner Kategorie TV/Streaming
Ausgezeichnet wird eine filmisch sehr eindringlich gestaltete TV-Sendung, die die Freundschaft zwischen Jonas Ganslmeier und seinem an ME/CFS erkrankten Freund ins Zentrum stellt. Durch seinen sehr persönlichen Zugang berührt der Beitrag und motiviert dadurch zum Hinschauen und Handeln.
Edith Meinhart „Die im Dunkeln“ (DATUM, 11/2024) – Gewinnerin Kategorie Magazin
Ihr Beitrag überzeugt durch die Tiefe der Recherche und eine präzise, eindringliche Sprache.
Sie macht die Lebensrealität von Menschen mit ME/CFS sichtbar und vermittelt, wie grundlegend die Erkrankung ihren Alltag verändert. Ausgezeichnet wird ein journalistisches Gesamtwerk, das durch das Zusammenspiel von Recherche, Sprache und Illustration Nähe schafft und Verständnis ermöglicht.
Dank an alle Einreicher:innen
„Je mehr Menschen über ME/CFS erfahren, desto schwerer wird es, die Betroffenen im Gesundheitssystem weiter zu ignorieren. Daher gilt mein erster Dank den 71 Einreicher:innen, die ME/CFS sichtbar gemacht haben. Mehr Wissen, mehr Wirkung und damit hoffentlich bald mehr Lebensqualität für Menschen mit ME/CFS! Herzliche Gratulation den Ausgezeichneten!“
so Sabina Dirnberger-Meixner, Bereichsleitung Unternehmenskommunikation
Der Eduard Spörk Preis
Der Eduard Spörk Preis erinnert an das gesundheitspolitische Wirken und die menschliche Haltung von Eduard Spörk (1943–2025), dem ersten Geschäftsführer der CS Caritas Socialis GmbH. Im Zentrum seines Wirkens stand stets die Frage: Was bedeutet Lebensqualität – auch und gerade im Angesicht schwerer Krankheit, des Alterns und des Sterbens? Der Preis würdigt journalistische Arbeiten und Publikationen, die sich mit Lebensqualität am Lebensende und mit chronischen Erkrankungen auseinandersetzen. Der Preis wird zweijährig ausgeschrieben und die Preishöhe in Summe beträgt 5000 Euro.
Die Jury des Eduard Spörk Preises 2026
Die Jury setzte sich 2026 zusammen aus Christian Haberhauer, Redakteur bei der APA, Constanze Ertl, ORF Redakteurin, Christina Hallwirth-Spörk, ehemalige CS Bereichsleitung Stationäre Pflege und Vorstandsmitglied der CS Caritas Socialis Privatstiftung und Sabina Dirnberger-Meixner, CS Bereichsleitung Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.
CS Caritas Socialis - Lebensqualität vom Beginn bis zum Ende des Lebens
Die CS Caritas Socialis wurde 1919 von Hildegard Burjan als geistliche Schwesterngemeinschaft mit dem Auftrag gegründet, soziale Not zu lindern. Heute setzt die CS Caritas Socialis drei Schwerpunkte: Betreuung und Pflege (Demenz), Hospizkultur (CS Hospiz Wien) und die Unterstützung und Begleitung von Familien und Kindern. Basis dafür sind das mäeutische Führungsverständnis und das CS Leitbild.
Ein Teil der Einrichtungen ist durch den Fonds Soziales Wien (FSW) gefördert. Die CS Caritas Socialis Privatstiftung verfolgt ausschließlich den gemeinnützigen Zweck der Sicherung des Fortbestandes der Einrichtungen der CS Caritas Socialis GmbH und unterstützt und fördert Einrichtungen und Projekte über die Förderungen des Fonds Soziales Wien und der Stadt Wien hinaus.

Leitung Öffentlichkeitsarbeit
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