16. Jänner 2020

Erste Fachtagung Palliative Geriatrie in Wien: Demenz. Spiritualität. Trauer

Trauer und Spiritualität von Menschen mit Demenz stehen im Zentrum des Kongresstags am 17.4.2020 in der CS Rennweg, Oberzellergasse 1, 1030 Wien. Nationale und internationale Experten berichten über ihre jüngsten Forschungs- und Praxiserkenntnisse. Die Veranstaltung wird in Kooperation von Fachgesellschaft für Palliative Geriatrie, Institut für Pflegewissenschaft, Universität Wien und der CS Caritas Socialis durchgeführt.

Demenz. Spiritualität.Trauer
Trauer als Lebensgefühl hat im Alter einen hohen Stellenwert. Gerade Menschen mit Demenz erleben viele Verluste. Gelingende Kommunikation und das Herstellen tragfähiger Beziehungen sind Voraussetzungen, um herauszufinden, was multimorbide Hochbetagte und Menschen mit Demenz schmerzt und belastet. Der Schmerz und die Trauer von hochbetagten Menschen haben immer auch eine spirituelle Dimension. Im Umgang mit Schmerz und Trauer geht es um Linderung. Dennoch sie lassen sich nicht „wegsedieren“. Viel mehr hilft es, den Schmerz zum Ausdruck und zu Gehör zu bringen, sich existentiellen Fragen zu stellen und dabei begleitet zu werden. Dazu braucht es keine SpezialistInnen. Dazu braucht es ein fachlich und menschlich kompetentes interprofessionelles Team und Ehrenamtliche, die Zeit schenken können. Woran erkennen wir, dass Menschen mit Demenz trauern? Wie können wir sie in dieser Situation und ihre An- und Zugehörigen begleiten? Wie leben Menschen mit Demenz ihre Spiritualität? Welche Rolle kommt dabei den Betreuenden zu? Diese Fragen betreffen alle und werden bei der 1. Fachtagung für Palliative Geriatrie in Wien diskutiert.

ExpertInnen
Waltraud Klasnic, Präsidentin Dachverband Hospiz Österreich wird den Fachtag eröffnen. Das Vormittagsprogramm umfasst Expertenvorträge von Dr. Franz Josef Zessner-Spitzenberg, dessen Forschungsschwerpunkt liturgisches Feiern mit Menschen mit Demenz ist. Gemeinsam mit ihm wird Wohnbereichsleitung Dzenana Gluhic darauf eingehen, was das interdisziplinäre Team über den Glauben eines Menschen wissen sollte, um in der Pflege auch seinen religiösen/spirituellen Bedürfnissen gerecht werden zu können. Gefolgt vom Vortrag „Care Ethik hochbetagter Menschen“ von Assoz. Prof.in. Dr.in Elisabeth Reitinger vom Institut für Pflegewissenschaft, Universität Wien. Christina Hallwirth-Spörk, MSc und Cornelia Bast, BA, MA zeigen die Möglichkeit der Teilhabe von Menschen mit Demenz in den demenzfreundlichen Bezirken auf. Durch den Tag begleiten die Seelsorgerinnen Mag.a Isaballe Ehart, MMag.a Barbara Kampf und Annelise Breher mit heilsamen Liedern, die sie im Angebot „Spirituelles Singen“ in der CS Kalksburg einsetzen. Die internationale Expertin für hospizlich-palliative Kultur, freiberufliche Theologin und Inhaberin des Instituts für Lebensbegleitung aus Essen Dr.in Carmen Birkholz stellt in ihrem Referat „Trauer & Demenz“ die Frage: „Wie erleben Menschen mit Demenz Trauer?“. Dirk Müller, MAS (Palliative Care) aus Berlin geht in seinem Beitrag auf die Situation von Angehörigen von Menschen mit Demenz ein. Prof. Dr. med. Roland Kunz ist Leiter der Akutgeriatrie und Rheumatologie, Chefarzt an der Universitären Klinik für Akutgeriatrie und Zentrum für Palliative Care und setzt sich im letzten Fachvortag mit den Dimensionen des Schmerzes im hohen Alter auseinander.

Veranstalter:
Die Fachgesellschaft Palliative Geriatrie (FGPG) ist eine gemeinnützige Organisation von AltenpflegerInnen, Wissenschaftlern, Ärzten, Hospizen und Palliative Care Fachkräften und Ehrenamtlichen. Sie wurde 2015 in Berlin gegründet und setzt sich zum Ziel, den überregionalen Austausch im deutschsprachigen Raum und die Weiterentwicklung der Palliativen Geriatrie zu fördern.

Das Institut für Pflegewissenschaft der Universität Wien besteht seit dem Jahr 2005 und ist an der Fakultät für Sozialwissenschaften verortet. Gegenstand der Pflegewissenschaft sind einerseits die Auswirkungen von Krankheit, Behinderung und Gebrechen auf die Alltagsgestaltung. Andererseits beschäftigt sich Pflegewissenschaft mit der Wirkungsweise pflegerischer Interventionen und fragt nach den Einflussfaktoren und Kontextbedingungen „guter“ Pflege.

Die CS Caritas Socialis unterstützt und begleitet Menschen am Beginn und am Ende des Lebens. Spezialisierte Angebote in der stationären Langzeitpflege, das CS Hospiz Rennweg sowie Tageszentren und die Dienste der CS Betreuung zu Hause sind an vier Standorten in Wien gebündelt. Bekannt ist die CS Caritas Socialis für ihre spezialisierten Angebote für an Demenz bzw. Multiple Sklerose erkrankte Menschen. Schwerkranke Menschen werden in sechs Einrichtungen des CS Hospiz Rennweg in den letzten Lebenstagen und -wochen begleitet. Die jüngste Betreuungsform sind die spezialisierten Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz. Weiters betreibt die CS Kindergärten und einen Hort, Hilfs- und Beratungseinrichtungen und das CS Haus für Mutter und Kind.

 

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Fachtagung Palliative Geriatrie in Wien

17.4.2020, 8.00 bis 17.00 Uhr

CS Rennweg / CS Hospiz Rennweg

Oberzellergasse 1, 1030 Wien

VertreterInnen der Medien sind zu dieser Fachkonferenz herzlich willkommen. Wir bitten um Anmeldung unter Angabe des Mediums bei: melanie.werner@cs.at

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Mag. MBA Sabina Dirnberger-Meixner

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