23. Juli 2018

iToilet unterstützt aktives Leben

Im Rahmen eines internationalen Forschungsprojektes wird die „iToilet“ in der CS Caritas Socialis erprobt. Ziel des Forschungsprojekts ist es, ein computerunterstütztes Toilettensystem zu entwickeln, das hochbetagten Menschen die Möglichkeit gibt, autonom und unter der Wahrung ihrer Intimsphäre die Toilette zu benutzen.

 
Robert Oberndorfer (GF CS), Ramona Rosenthal (Leitung MS-Tageszentrum) und Paul Panek (Projektkoordinator TU Wien)

iToilet

Robert Oberndorfer (GF CS), Ramona Rosenthal (Leitung MS-Tageszentrum) und Paul Panek (Projektkoordinator TU Wien)

Demonstration der iToilet.

iToilet

Demonstration der iToilet.

 

Auch in Pflegeeinrichtungen soll die Toilette verwendet werden – dort ist das Ziel, die Belastungen von Pflegepersonen bei der Assistenz auf der Toilette zu verringern. Im April 2016 fand in den Räumlichkeiten der CS Caritas Socialis die Auftaktveranstaltung des internationalen Forschungsprojektes statt.

Die iToilet in der CS Rennweg
Seit der Auftaktveranstaltung befindet sich ein Prototyp (PT2 iToilet prototype system) auf Basis einer Lift Toilette im MS Tageszentrum. Dieser beinhaltet neben der Adjustierbarkeit in Höhe und Neigung auch Sensorik, Voll-Integration in die Pflegedokumentation, Notfallsystem, Sturzerkennung, Bidet und Spülung (alle Funktionen sind steuerbar per Sprachsteuerung). Ab sofort läuft der Feldtest für mindestens vier Wochen, danach werden die Ergebnisse ausgewertet.

25% Hochaltriger haben Angst vor Sturz am WC
Studien haben gezeigt, dass fast 25% der hochaltrigen Menschen angeben bei der Nutzung der Toilette Angst vor Stürzen oder anderen Zwischenfällen zu haben. Mehr als 50% bestätigen, dass sie zumindest manchmal längere Ausflüge vermeiden, um nicht eine (unpassende) Toilette nutzen zu müssen. Für ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität kann die Standardtoilette ein schwerwiegendes Hindernis darstellen.

iToilet wird optimiert
iToilet greift die Bedürfnisse hochaltriger oder physisch beeinträchtigter Menschen bei der Nutzung auf. Eine automatisierte, unterstützende, Toilette wird entworfen, die sich an die individuellen Bedürfnisse der Nutzer und Nutzerinnen anpasst. Gleichzeitig berücksichtigt das Projekt auch die Bedürfnisse von Betreuungspersonen. Ein in der Höhe und Neigung verstellbares Toiletten-Modul dient als Basis für neu hinzugefügte Verbesserungen und Dienste wie z.B. Steuerung per Sprache, automatische Erkennung von und Anpassung an Vorlieben der Nutzer und Nutzerinnen bereits beim Betreten des WCs, Erkennung von potentiell gefährlichen Situationen (z.B. Sturz) und andere Funktionen (z.B. Anbindung an die Pflegedokumentation oder Anleitung zur Nutzung).

Anwenderinnen und Anwender von Beginn an in Entwicklung eingebunden
iToilet verfolgt einen konsequent nutzerzentrierten Ansatz und beinhaltet kontinuierliche ethische Überprüfung und Überwachung. Endanwender sind von Beginn an zur Ermittlung der Nutzeranforderungen und bei der partizipativen Entwicklung eingebunden. Der Prototyp wird im Labor und im Praxiseinsatz in der CS Caritas Socialis und einer Reha-Einrichtung in Ungarn vier Monate lang mit Beteiligung von mindestens 25 Endanwendern und fünf bis sieben Betreuern pro Einrichtung erprobt.

Unabhängigkeit für Anwenderinnen und Anwender, Entlastung der BetreuerInnen
Die iToilet bringt Unabhängigkeit der Endanwender und Würde durch die Verbesserung der Körperstabilität beim Sitzen auf der Toilette (individuell einstellbare, optimale Höhe, Hände frei für Griffe), durch Unterstützung des Niedersetzens und Aufstehens (dynamische Anpassung von Neigung und Höhe), und durch erhöhte Sicherheit durch Notfallerkennung. Für Betreuerinnen und Betreuer reduziert sich u.a. die physische Belastung beim unterstützten manuellen Transfer. Dies führt zu besserer Arbeitsgesundheit. Die Ergebnisse liegen nach Projektende in 30 Monaten vor.

iToilet Projekt Konsortium: Institut für Gestaltungs- und Wirkungsforschung, Wien, Österreich; Santis Kft., Debrecen, Ungarn; Smart Com d.o.o., Ljubljana-Črnuče, Slowenien; Carecenter Software GmbH, Linz, Österreich; CS Caritas Socialis GmbH, Wien, Österreich; Országos Orvosi Rehabilitációs Intézet, Budapest, Ungarn; Synthema srl, Ospedaletto - Pisa, Italien

Das Projekt iToilet wird teilweise durch das AAL Programm (AAL-2015-1-084) und durch nationale Institutionen und Forschungsförderungen in Österreich, Ungarn, Italien und Slowenien gefördert.

Mehr Informationen:

TU Wien
Care Center Software GmbH
Das Projekt iToilet 

 

 

Kontaktdaten: Projektkoordinator: TU Wien: Kontakt: Dipl.-Ing. Paul Panek  Zentrum für Angewandte Assistierende Technologien (AAT),  Institut für Gestaltungs- und Wirkungsforschung,  Technische Universität Wien Favoritenstrasse 9-11/187-2b, 1040 Wien.  T: 01-58801-187713,  paul.panek@tuwien.ac.at

Dr. Florian Aigner Wissenschaftsredakteur | Wissenschaftskommunikation Technische Universität Wien, Büro für Öffentlichkeitsarbeit T +43 1 58801 41027 florian.aigner@tuwien.ac.at www.tuwien.ac.at/pr

Kontakt
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Oberzellergasse 1, 1030 Wien
Sabina Dirnberger
Mag. MBA Sabina Dirnberger-Meixner

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CS Rennweg
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01 / 717 53 - 3131 • 0664 5486424
sabina.dirnberger@cs.at

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