August 2020

Jahresbericht 2019: Werden wir jemals lernen, zu gehen?

Im Zentrum der Ausgabe No7 unserer CS Augenblicke (=Jahresbericht 2019) steht die Jahreskampagne des CS Hospiz Rennweg mit einer Frage, auf die es keine Antwort geben wird. „Werden wir jemals lernen, zu gehen?“ ist die Frage in der Kampagne des CS Hospiz Rennweg, kreiert von der Agentur Kobza and the hungry eyes (KTHE), die auf 24-Bogen-Plakaten im Jänner in Wien affichiert war.

 

Wir vermeinen viel zu können, zu schaffen, wir sind eine Machergesellschaft und doch, wenn es um die letzten Dinge im Leben geht, ist vieles vom Können dahin. So gut wir im Leben sind, so hilflos sind wir, oder die meisten von uns, am Ende. Die Hospizidee als Philosophie für das eigene Leben könnte eine Brücke sein, um der eigenen Endlichkeit, „dem Gehen“ näherzukommen.

Die Kampagne während der ersten Welle der Pandemie
Das erste Halbjahr dieses Jahres hat den Tod durch die Corona-Pandemie mitten in unsere Gesellschaft katapultiert: Innerhalb weniger Wochen war eine schwere Erkrankung mit einem möglichen tödlichen Ausgang für uns selbst, unsere Angehörigen und Freunde plötzlich greifbar. Mit einer enormen Kraftanstrengung aller in Österreich lebenden Menschen konnten wir gemeinsam die exponentiell wachsende erste Infektionswelle sehr gut senken. Die erste Welle der Pandemie haben wir in Österreich im weltweiten Vergleich gut beherrscht – insbesondere im Bereich der Pflege. Nun gilt es, lokal die Cluster zu bekämpfen, nicht nachzulassen in den Hygienemaßnahmen und Abstand zu halten.

Die Krise als Chance?
Mit der Kampagne geht es nicht darum, Fürsprecher des fatalistischen Annehmens des Todes zu sein. Jedoch stellt das Plakat im Kontext der Covid-Pandemie die Frage „Werden wir jemals lernen, zu gehen?“ In einer Zeit, in der der eigene mögliche Tod ein Stück näher gerückt ist: Das Virus ist mitten unter uns und damit sind Themen wie Krankheit und Tod näher als sonst in unserem Alltag. Wir haben den Tod in unserer Machergesellschaft an den Rand gedrängt, ihn scheinbar aus dem Leben verbannt. Eine Frage, auf die es keine Antwort gibt. Und doch liegt vielleicht gerade in dieser Corona-Krise die Chance, sich mit dem Altern, einer möglichen schweren Erkrankung und dem eigenen Lebensende auseinanderzusetzen. Sehr konkret wird uns in dieser Pandemie vor Augen geführt, dass trotz aller Vorsichts- und Hygienemaßnahmen nicht alle Risiken beherrschbar sind. Vielleicht birgt diese Krise auch die Chance, diese Erfahrung mit auf die eigene Lebensreise zu nehmen und die Frage zu stellen: Was brauche ich, wenn ich gehe?

#staytogether und #dranbleiben
Improvisation und Durchhaltevermögen prägten das erste Halbjahr in der CS Caritas Socialis und spürbar war der Zusammenhalt über alle Standorte und Bereiche hinweg. Das #staytogether war und ist auch weiterhin ein bewegendes Zeichen der Solidarität in und um die CS mit dem wir zuversichtlich in den Herbst gehen! # wirbleibendran #masketragen

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          Zahlen, Daten & Fakten 2018 - LOVE         
         

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