23. Mai 2017

Über die Krankheit mit 1.000 Gesichtern

„Am Anfang war da nur ein Kribbeln in den Fingerspitzen und in den Beinen. Mein Hausarzt konnte zuerst nicht genau sagen, woher das Kribbeln kommt. Zahlreiche Untersuchungen, Blutabnahmen und eine M
agnetresonanztomographie folgten bis die Diagnose 2013 feststand: Multiple Sklerose. Mit 27 Jahren!“, erzählt Magdalena (31). Heute – vier Jahre später – geht es der jungen Frau auf den ersten Blick sehr gut. Erst in der Bewegung ist erkennbar, dass sie an einer – noch – unheilbaren Krankheit leidet.

 

Magdalena sitzt mit Sohn Valentin (6) am Küchentisch. Eine Partie Memory steht am Programm. „Gegen Mama gewinne ich immer“, ruft Valentin, der seit September in die Schule geht. „Er ist wirklich ein guter Schüler“, erzählt Magdalena stolz und fährt ihm durchs Haar.

„Valentin war gerade mal zwei Jahre alt, als ich die Diagnose MS bekam. Das war ein Schock für mich. Ich wusste ja damals selbst nicht, was das für mich, für uns, bedeutet. Mittlerweile habe ich gelernt, mit der Krankheit zu leben. Ich merke meine Krankheit ja nicht, bis zu dem Zeitpunkt, an dem wieder ein Schub ausbricht“, so Magdalena.

Kinder verstehen mehr als wir ihnen zutrauen
Valentin weiß von der Krankheit seiner Mama. „Ich habe ihm im vorigen Sommer erklärt, warum ich täglich Medikamente schlucke und warum ich manchmal ins Krankenhaus muss. Mir war es wichtig, dass Valentin weiß, was mit mir los ist, und nicht von meinem nächsten Schub überrascht wird. Wir haben lange darüber gesprochen, und ich habe ihm all seine Fragen beantwortet“, schildert Magdalena. Valentin nickt.

Der Körper gehorcht nicht mehr
Seit der Diagnose 2013 hatte Magdalena einen leichten Schub: „Ich bin zum Glück gleich ins Krankenhaus gebracht worden und habe Kortison bekommen. Danach ging es mir wieder besser. Aber vor zwei Monaten hat es mich dann leider stärker erwischt – ich habe alles doppelt gesehen, und mein linkes Bein funktioniert seitdem nicht mehr so, wie ich es gerne hätte.“

MS-Tageszentrum hilft!
Im Krankenhaus hat sie auch vom MS-Tageszentrum der CS Caritas Socialis erfahren. Seitdem kommt sie einmal in der Woche zur Physio- und Ergotherapie.

Leben mit MS
„MS hat mein Leben verändert, aber ich habe durch die Krankheit auch gelernt, dankbarer zu sein für das, was ich habe. Ich bin so froh und dankbar, dass wir Valentin haben. Und ich bin dankbar für meinen verständnisvollen Mann. Ich bin dankbar, dass ich meinen Job nach wie
vor halbtags ausüben kann und gleichgesinnte Menschen im MS-Tageszentrum kennengelernt habe, mit denen ich mich austauschen kann. Und wer weiß, so intensiv wie die Forschung daran arbeitet, wird MS vielleicht doch bald heilbar.“

MS Hilfe, Begleitung & Therapie in der CS Caritas Socialis

Die CS Caritas Socialis bietet spezialisierte Betreuung für Menschen mit MS im MS-Tageszentrum, im MS-Wohnbereich und der CS Betreuung zu Hause an. Das MS-Tageszentrum ist einzigartig in Europa und ermöglicht einmalige Chancen, um Therapie, psychosoziale Begleitung und Gemeinschaft tagsüber zu verbinden. Menschen mit MS und ihre Angehörigen werden in ihrer Lebensbewältigung unterstützt und begleitet.

Spenden ermöglichen uns die Finanzierung wichtiger Projekte, wie zum Beispiel die neu gegründete Angehörigenbegleitung für Kinder und Jugendliche!
Spenden: IBAN: AT27 2011 1800 8098 0900 oder www.cs.at/spenden

 

NEU: Angehörigenbegleitung für Kinder und Jugendliche im MS-Tageszentrum

Zur bereits bestehenden Angehörigengruppe für Erwachsene wird ab Herbst 2017 eine Angehörigenbegleitung speziell für Kinder und Jugendliche angeboten. Kinder und Jugendliche, die in ihrer Familie mit MS konfrontiert sind, erhalten hier Hilfe, Rat und können sich mit Gleichgesinnten austauschen. Die Gruppe wird aus maximal 10 Jugendlichen (10–15 Jahre) bestehen und sich drei Mal jährlich für ca. drei Stunden treffen. Die Gruppe wird von Ramona Rosenthal, Leitung MS-Tageszentrum, und einem externen Coach geleitet.

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Kinderbuch und animierte Hörbuch-App: Annas Mama ist super – Multiple Sklerose kindgerecht erklärt

Tausend Fragen im Kopf
Multiple Sklerose wird sehr häufig im jungen Erwachsenenalter diagnostiziert. Genau in dem Alter, indem viele Eltern Kleinkinder haben. Sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern entstehen viele Fragen. Der Drank nach Wissen um die Krankheit ist groß. Doch: Wie erklärt man Kindern, dass Mama oder Papa an Multipler Sklerose erkrankt ist - und was genau diese Krankheit ist?

Wir können Eltern leider die herausfordernde Aufgabe nicht abnehmen, ihren Kindern zu sagen, dass sie an MS erkrankt sind, aber wir können ihnen und vor allem ihren Kindern helfen, die Krankheit verständlicher zu machen. Mit dem Büchlein „Annas Mama ist super“ geben wir Eltern das nötige Rüstzeug in die Hand, um Sorgen anzusprechen und Ängste zu nehmen.

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