Fragen & Antworten

 
Was ist Multiple Sklerose?

Eine Multiple Sklerose (Encephalomyelitis disseminata oder kurz: MS) ist eine entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark).

Welche Betreuungsmöglichkeiten gibt es?

• Tageszentrum für Menschen mit Multiple Sklerose 
• Neurologischer Langzeitpflegewohnbereich

Wer besucht das MS-Tageszentrum?

MS-Erkrankte Menschen

  • mit motorischen und kognitiven Einschränkungen zur Langzeitbetreuung
  • zur Schubnachbehandlung, die ein ambulantes Management einer stationären Rehabilitation vorziehen
  • welche sich auf Grund ihrer Beeinträchtigung in einer Situation der sozialen Isolation befinden
  • deren Versorgung zu Hause durch gezielte Entlastung der Angehörigen verbessert und damit verlängert werden kann
Was muss ich tun, um das Tageszentrum besuchen zu können?

Damit sich ein Mensch in einem unserer Tageszentren wohlfühlt, ist es wichtig, dass wir ihn kennenlernen. Wir vereinbaren mit ihm und/oder seinen Angehörigen per Telefon einen ausführlichen Gesprächstermin, in dem der interessierte Tageszentrumsgast und die Angehörigen das Betreuungsteam und das Tageszentrum kennenlernen und die gegenseitigen Erwartungshaltungen abklären.

Dieses erste Kennenlernen kann – nach Verfügbarkeit eines Platzes und Interesse des/r künftigen Besuchers/in – mit der Vereinbarung des ersten Besuchstages enden.

Was muss ich tun, um das Tageszentrum besuchen zu können?

Damit sich ein Mensch in einem unserer Tageszentren wohlfühlt, ist es wichtig, dass wir ihn kennenlernen. Wir vereinbaren mit ihm und/oder seinen Angehörigen per Telefon einen ausführlichen Gesprächstermin, in dem der interessierte Tageszentrumsgast und die Angehörigen das Betreuungsteam und das Tageszentrum kennenlernen und die gegenseitigen Erwartungshaltungen abklären.

Dieses erste Kennenlernen kann – nach Verfügbarkeit eines Platzes und Interesse des/r künftigen Besuchers/in – mit der Vereinbarung des ersten Besuchstages enden.

Ich benötige unbedingt Therapie. Ist das während des Aufenthaltes im Tageszentrum möglich?

Ja, bei vorhandenen Therapiekapazitäten. Der Facharzt im MS-Tageszentrum verordnet Ihnen aufgrund der Befunderhebung durch die im Tageszentrum angestellten Physio- und ErgotherapeutInnen Ihre individuellen Therapiemaßnahmen, welche während des Aufenthaltes an Ihren Besuchstagen im MS Tageszentrum durchgeführt werden.

Ist das Tageszentrum die richtige Betreuungseinrichtung für mich?

Wir nehmen uns bei jedem Aufnahmegespräch sehr viel Zeit, um Ihnen und/oder Ihrem Angehörigen das jeweilige Tageszentrum zu zeigen und Sie über unsere Angebote und Möglichkeiten umfassend zu informieren. Dabei lernt der künftige Besucher /die künftige Besucherin auch die Angebote kennen und kann sich ein Bild von der Atmosphäre im Tageszentrum machen.

Was muß ich zum Aufnahmegespräch mitbringen?

Vorhandene Unterlagen bezüglich Ihres Krankheitsverlaufes.

 

Was kostet ein Tag im Tageszentrum?

Ein Besuchstag im Tageszentrum kostet so viel wie 1 Heimhilfestunde der Betreuung zu Hause, welche vom FSW festgesetzt wird und sozial gestaffelt ist.

Wie sind die Öffnungszeiten?

Die Tageszentren sind von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr geöffnet. Es gibt keine Sperrzeiten mit Ausnahme der gesetzlichen Feiertage. Auch am 24. und 31. Dezember ist eine zeitlich eingeschränkte Betreuung möglich.

Wie komme ich ins Tageszentrum?

Sie können selbständig ins Tageszentrum kommen. Falls Ihnen das nicht möglich ist können Angehörige oder Andere sie bringen oder wir helfen Ihnen bei der Organisation eines Fahrtendienstes (Regelfahrtendienst), der Sie morgens abholt und nachmittags wieder nach Hause bringt.

Welche Berufsgruppen sind im MS Tageszentrum beschäftigt?

Das Team des MS Tageszentrums kommt aus verschiedenen Pflege- und Sozialmedizinischen Berufen. In unserer Arbeit orientieren wir uns an den Bedürfnissen und dem Umfeld unserer Tagesgäste. Wir begleiten, betreuen, beraten, pflegen und therapieren. Respekt, Wertschätzung und Einfühlungsvermögen bestimmen unsere Arbeit.

Was geschieht, wenn keine selbständige Medikamenteneinnahme mehr möglich ist?

In allen Tageszentren sind diplomierte Gesundheits- und KrankenpflegerInnen beschäftigt, die die Medikamentengebarung bei Bedarf übernehmen und auf Wunsch in Zusammenarbeit mit Ihrem Hausarzt Pflegetätigkeiten im mitverantwortlichen Tätigkeitsbereich durchführen (z.B. Verbandswechsel, Blutdruck- und Blutzuckerkontrollen ...).

Es gibt Beschäftigungsangebote.

Durch gezieltes Fördern ohne zu überfordern, werden individuelle Fähigkeiten gestärkt und die Selbständigkeit erhalten. Dies beeinflusst das Selbstbewußtsein und den Selbstwert positiv und fördert das seelische und körperliche Wohlbefinden

Was kann ich von einem MS Tageszentrum oder Neurologischen Langzeitpflegewohnbereich erwarten?
  1. Hohe Kompetenz und Fachlichkeit, die das gesamte pflegerische, medizinische und soziale Spektrum abdeckt.
  2. Offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit BewohnerInnen und Angehörigen.
  3. Wir respektieren die Individualität und die Würde der/des einzelnen Bewohner/in im Rahmen der gemeinschaftlichen Bedürfnisse. Persönliche Anliegen haben im Alltag ihren Platz. Es ist uns ein Bedürfnis, dass jede Person ihre Fähigkeiten im Tagesablauf einbringen kann.
Wer muss bei einem Aufenthalt im Neurologischer Langzeitpflegewohnbereich oder Tageszentrum für die Kosten aufkommen?

Grundsätzlich müssen die BewohnerInnen für die Kosten aufkommen und vorhandenes Vermögen dafür verwenden. Die Tagsätze für Selbstzahler entnehmen Sie bitte den aktuellen Preislisten.

Für BewohnerInnen, wo das eigene Vermögen nicht ausreicht kann bei der Sozialhilfe um Unterstützung angesucht werden.

Muss ich mich anmelden und gibt es eine Warteliste?

In den meisten Fällen gibt es eine Warteliste. Wir empfehlen eine unverbindliche Voranmeldung. Wir bemühen uns, den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden und Sie nach unseren Möglichkeiten zu unterstützen.

Wer entscheidet über die Einnahme von Medikamenten?
  1. Der von den BewohnerInnen gewünschte Hausarzt verordnet die Medikamente. Die mit dem Pflegeheim kooperierende Apotheke liefert die Medikamente ins Haus. Das Pflegepersonal gibt die Medikamente nach Vorgabe des Arztes aus.
  2. Die BewohnerInnen entscheiden im Sinne ihrer Autonomie selbst über die Einnahme. Das Pflegepersonal dokumentiert sowohl die eingenommene als auch die abgelehnte Medikation. Sollte sich eine gesundheitliche Verschlechterung auf Grund der Ablehnung der BewohnerInnen ergeben, wird das Pflegepersonal im Rahmen seiner Verantwortung ein Gespräch mit den BewohnerInnen, den Angehörigen, dem/der SachwalterIn und dem Arzt suchen.
  3. Bei Menschen mit Demenz oder Menschen die nicht mehr selbst entscheiden können, muss die Frage der Medikamenteneinnahme mit dem Sachwalter und/oder den Angehörigen geklärt werden.
Kann ich meine Möbel in den MS Wohnbereich mitbringen?

Sie sind herzlich eingeladen, Kleinmöbel (wie zum Beispiel Bilder, Lieblingsbücherregal, Lehnsessel, etc.) mitzunehmen, denn Sie sollen sich in der CS Caritas Socialis so heimisch wie möglich fühlen können.

Kann ich in dem Zimmer bleiben, das ich zuerst bezogen habe?

Grundsätzlich ja. Wenn ein Umzug auf eine spezialisierte Station angedacht wird, wird auf jeden Fall mit dem/der Bewohner/in und Angehörigen rechtzeitig und ausführlich über die Situation gesprochen.

Welche Qualifikationen bringen die CS MitarbeiterInnen in der Pflege und Betreuung im neurologischen Langzeitpflegewohnbereich mit?
  • Diplomierte Gesundheits- und KrankenpflegerInnen, PflegeassistentInnen, Abteilungshilfen
  • optional: MusiktherapeutInnen, PsychologInnen, AktivitätenbetreuerInnen, PhysiotherapeutInnen und LogopädInnen, ValidationsanwenderInnen, MitarbeiterInnen der Sozial Pastoralen Dienste
  • Viele der MitarbeiterInnen haben Spezialausbildungen wie zum Beispiel in Kinaesthetics, Validation, Palliative Care, Wundmanagement und Basale Stimulation

Das Pflege- und Betreuungsteam arbeitet in einem Netzwerk mit Haus- und Fachärzten wie z.B. GerontopsychiaterInnen und NeurologInnen, PalliativmedizinerInnen interdisziplinär zusammen. Therapien werden ärztlich verordnet und müssen mit den jeweiligen Krankenkassen abgerechnet werden.

 

Welche Aktivitäten gibt es?

In der CS Caritas Socialis gibt es eine Reihe von Beschäftigungs- und Therapieangeboten. Die Beschäftigungsangebote umfassen z.B.: Konzerte, Heurigennachmittage, Ausflüge.

Einmal im Monat feiern wir gemeinsam die Geburtstage des Monats. Gesellige, pastorale und kulturelle Veranstaltungen finden im Festsaal der CS Zentren statt. Im Sommer verlegen wir viele Aktivitäten in unseren gut beschatteten Garten. In den Wintermonaten sind unsere hausinternen Kinovorführungen sehr beliebt.

Weiters veranstalten wir einmal im Jahr einen BewohnerInnenausflug. Das Programm wird den individuellen Bedürfnissen der BewohnerInnen angepasst. Das therapeutische Angebot beinhaltet z.B. Physiotherapie, kognitives PC Training, LIMA, Musiktherapie, Logopädie, psychologische Betreuung und Tiertherapie.

Gibt es Besuchszeiten?

Besucher sind jederzeit willlkommen. Die BewohnerInnen entscheiden selbst über einen Besuch. Natürlich ersuchen wir Sie um Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse der anderen BewohnerInnen.

Gibt es eine Sozial Pastorale Betreuung? Gibt es Gottesdienste?

In allen drei CS Zentren finden regelmäßige Gottesdienste statt. Die Schwestern der CS Caritas Socialis bieten in allen Einrichtungen auch ihre Dienste für BewohnerInnen und Angehörige unabhängig von der Konfession an.

Kann ich meinen Hausarzt beibehalten?

Ja, denn freie Arztwahl gilt auch im Heim. Unsere MitarbeiterInnen können gerne auf Wunsch Empfehlungen geben, denn wir arbeiten mit praktischen Ärzten aus der Umgebung eng zusammen.

 

Wie ist die ärztliche Betreuung in Notfällen gesichert?

Rund um die Uhr steht für Ihre Gesundheit eine diplomierte Gesundheits- und KrankenpflegerInnen bereit, der Notarzt wird von uns im Bedarfsfall gerufen.

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